Wohin fließt eigentlich das ganze Geld!? Schon mal an ein Haushaltsbuch gedacht?

Es ist noch nicht allzu lange her, da galt die Devise: Gib nicht mehr als ein Drittel Deines Einkommens für Miete aus. Aber wer schafft das bei den heutigen Mietpreisen noch – vor allem in Großstädten? Den Hauptteil dessen, was reinkommt, geben wir also für Miete (oder alternativ für die Abzahlung eines Eigenheim-Kredits) aus. So viel zum größten Kosten-Block. Aber wohin geht der Rest? Unser Tipp: ein Haushaltsbuch führen. Hört sich nach Langeweile und Fleißarbeit an, zahlt sich aber aus. Wir zeigen Dir, wie Du einen guten Überblick über Deine Ausgaben behältst, welche Tools Du dafür nutzen kannst und natürlich auch, wo Du ein bisschen einsparen kannst:

Haushaltsbuch: volle Kontrolle über Deine Ausgaben

Haushaltsbücher sind spießig? Vielleicht, aber dafür clever. Denn sobald Du anfängst, Deine Ausgaben aufzuschreiben, wirst Du ganz automatisch bewusster mit Deinem Geld umgehen. Die Ausgaben reduzieren sich vielleicht nicht sofort, aber das Bewusstsein ändert sich definitiv. Außerdem kommen versteckte Geldfresser zum Vorschein.

Das Haushaltsbuch – egal in welcher Form, aber dazu später mehr – wird Dir helfen, alle Einnahmen und Ausgaben im Blick zu behalten. So verschaffst Du Dir auch einen Eindruck, an welchen Stellen Du etwas einsparen könntest und wieviel Du am Ende eines Monats oder auch Jahres zurücklegen kannst. Damit wird es Dir gelingen, wirtschaftlich zu haushalten und vielleicht sogar Schritt für Schritt etwas Vermögen aufzubauen.

Was kannst Du dir leisten? Was ist (noch) nicht drin? Das Haushaltsbuch gibt Dir Auskunft. Am Anfang ist es möglicherweise etwas aufwändig, Buch zu führen. Wenn Du Dich einmal für Dein Lieblings-Tool entschieden hast, geht es aber eigentlich ganz flott, die monatlichen oder wöchentlichen Eintragungen zu erledigen. Und einigen macht das sogar richtig Spaß!

Welches Format ist das richtige?

1. Klassisch: das Buch

Du hast die Wahl zwischen einem vorgedruckten Buch oder Heft (zum Beispiel aus dem Schreibwarenladen) oder einer DIY-Version, die Du selbst so gestalten kannst, wie sie Dir gefällt. Handschriftlich trägst Du hier alle Ausgaben und Einnahmen ein und rechnest eigenständig Dein Ergebnis aus. Nachteil: Es passieren leicht Fehler und Du kannst Dir keine automatischen Auswertungen oder Übersichten aufbereiten lassen.

2. Digital: die Tabelle

Ob ganz konventionell in Excel oder geräteunabhängig in einer Browser-Version, z.B. als kostenloses Spreadsheet von Google: Tabellen sind smart und rechnen Dir alles von selbst aus. Mit der Tabellenkalkulation kannst Du alles so aufbauen, wie es zu Dir passt. Oder Du greifst auf eine bestehende Vorlage zurück – im Netz findest Du sogar gratis ganz viele. Das Plus: Die Tabellen wachsen flexibel mit, Du kannst sie ständig anpassen und Dir sogar übersichtliche Diagramme ausgeben lassen.

3. Mobil: die App

Praktisch: Das Smartphone hast Du eh immer dabei, so kannst Du Deine Ausgaben und Einnahmen auch von unterwegs aus verfolgen. Außerdem lassen sich die meisten Apps direkt mit mehreren Personen – z.B. Deinem Partner oder Mitbewohnern – gemeinsam verwenden. Wer die Wahl hat, hat die Qual: Es gibt mittlerweile so viele Apps und Online-Anwendungen, dass man leicht den Überblick verliert. Manche kosten etwas, andere sind gratis. Unsere Empfehlung: Frag doch mal in Deinem Freundeskreis, wer was verwendet und gute Erfahrungen gemacht hat.

4. Komplex: die Software

Fortgeschrittene lieben sie: eigene Software-Programme zur Verwaltung und Planung von Finanzen. Okay, dafür braucht es eine gewisse Affinität, denn die Programme fallen teilweise ganz schön komplex aus. Dafür können sie aber auch weitaus mehr als Standard-Tools. Spezielle Software-Programme nehmen Dir sehr viel ab, haben zumeist super viele Funktionen und werten auch noch sehr anschaulich aus. Die Einarbeitung kostet allerdings definitiv mehr Zeit als bei einem einfachen Heft, oft brauchst Du für die Bedienung auch einen Computer. Hilfreich sind Lösungen, die direkt mit der Steuererklärungs-Software gekoppelt werden können.

5. Advanced: das Konto

Noch moderner als über eine App ist die Buchführung direkt über ein Konto. Viele Banken bieten mittlerweile eigene Banking-Apps oder Browser-Anwendungen an, die mitdenken und Deine Ausgaben automatisch oder über eigene Tags kategorisieren. Nachteil: Wenn man mehrere Konten verwendet, werden nicht alle Vorgänge hierüber abgebildet.

Was darf auf keinen Fall im Haushaltsbuch fehlen?

Du hast es in der Hand: Je mehr Kategorien, desto aufwändiger die Befüllung. Allerdings erfährst du dann auch mehr über Dein Ausgabeverhalten. Du kannst Dich entscheiden, ob Du bestimmte Ausgaben einzeln auflistest oder als größere Summen. Zum Beispiel, wenn es um Lebensmittel geht. Hast Du ein besonderes Hobby oder eine Vorliebe? Dann lege eine eigene Spalte dafür an, was Dir wichtig ist.

Einnahmen = Dein Budget

  • Einkommen (netto)
  • Andere Bezüge, wie Sozialleistungen, Kindergeld, Unterhalt o.ä.
  • Einkünfte aus Nebenjobs
  • Mieteinnahmen oder Dividenden
  • Verkäufe (z.B. Ebay, Kleiderkreisel, Flohmarkt o.ä.)

Fixkosten

  • Miete
  • Nebenkosten wie Strom und Gas
  • Telefonie, Internet
  • Versicherungen
  • Rundfunkgebühren
  • Raten für Kredite
  • Sparbeträge
Tipp: am besten auf den Monat runterrechnen.

Regelmäßige Ausgaben

  • Ernährung: Supermarkt, Bäcker, Restaurantbesuche, Kantine
  • Gesundheit & Schönheit: Körperpflege, Apotheke, Friseur
  • Ausstattung: Kleidung, Schuhe
  • Haushalt: Reinigungsmittel, Putzkraft, Deko
  • Verkehrsmittel: Auto, Nahverkehr
  • Abos: Apps, Zeitschriften, Streaming (Spotify, Netflix & Co.)
  • Vergnügen & Bildung: Sport, Hobbies, Ausgehen, Bücher, Kultur
Tipp: Baue einen Posten für Unerwartetes ein. 

Besondere Ausgaben

  • Geschenke
  • Möbel
  • Elektrogeräte
  • Urlaub
  • Größere Anschaffungen wie Auto oder Immobilien
  • Feste: Geburtstag, Hochzeit, Taufe etc.

Und wie kann man nun einsparen oder zumindest optimieren?

Routinen helfen, dranzubleiben

Wer das Haushaltsbuch schleifen lässt, nimmt es bei den Ausgaben wahrscheinlich auch nicht so genau. Mach Dein Finanz-Tracking doch an einem fixen Tag in der Woche! Wie wär‘s mit Sonntag? Wer noch konsequenter ist, setzt sich sogar jeden Tag hin und schreibt z.B. immer vor dem Zubettgehen auf, was am Tag alles anstand. Wenn es Dir schwerfällt, Dich an die Routine zu halten, setz‘ Dir doch eine Erinnerung – im Handy oder als Post-it am Kühlschrank oder Spiegel, wo Du jeden Tag mehrmals vorbeikommst.

Einfacher zu merken

Entweder Du versuchst, ab sofort immer einen Beleg oder Kassenzettel für Deine Einkäufe mitzunehmen (Selbstständige sind eh daran gewöhnt) oder Du versuchst, so viel wie möglich mit Karte zu zahlen. Dann kannst Du nämlich in Deinem Online-Banking alle Ausgaben bequem nachverfolgen.

Bilanzieren, Fazit ziehen

Wenn sich das Haushaltsbuch – ob als App, Software oder auf dem Papier – bei Dir etabliert hat, fällt es Dir leichter, Rückschlüsse zu ziehen. Über die Zeit siehst du genau, wo viel Geld hineinfließt und an welchen Stellen Du sparen könntest.

Luxus streichen, Basics behalten

Du willst unbedingt weniger Geld ausgeben? Dann setz den Rotstift bei den Ausgaben an, die nicht unbedingt notwendig sind. Frage Dich zuerst: Was ist unverzichtbar, um über die Runden zu kommen? Sei es Essen oder der Weg zur Arbeit, darauf kannst Du wirklich nicht verzichten. Aber musst Du wirklich so oft auswärts essen? Kannst Du statt Taxi oder Bahn auch mal zu Fuß gehen oder das Rad nehmen? Brauchst Du wirklich jeden Monat ein neues Paar Sneaker? Reicht nicht auch ein Streaming-Abo statt drei?

Mehr rein, weniger raus

Bedenke nicht nur, Deine Ausgaben zu reduzieren, sondern auch Deine Einnahmen zu erhöhen. Es gibt heutzutage so viele tolle Möglichkeiten, Krempel loszuwerden. Zum einen schafft das Freiraum in Deiner Wohnung oder Deinem Kleiderschrank, zum anderen freut sich jemand anderes über ein super Schnäppchen. Füll Dir Deine Haushaltskasse und verkaufe Dinge, die Du nicht mehr brauchst über Ebay, Kleinanzeigen, Kleiderkreisel oder auf dem nächsten Flohmarkt.

Sparplan anlegen, Budgets einrichten

Wenn Du genau vor Augen hast, auf was du sparst, wird es Dir leichter fallen, auf andere Dinge zu verzichten. Steck Dir erst einmal kleinere Ziele, dann bist Du irgendwann bereit für größere – wie z.B. neue Möbel. Außerdem hilft es, einen Betrag schon am Anfang des Monats wegzulegen: Aus den Augen aus dem Sinn – dann ist es erledigt und Du kannst Dich anderem widmen.

Wenn Du Dir ein sehr detailliertes Haushaltsbuch angelegt hast, könntest Du zum Beispiel eine Kategorie ganz streichen, das fällt leichter als immer mal wieder hier und da auf etwas zu verzichten. Ein Beispiel: Nächsten Monat komplett auf die Kantine oder auswärts essen verzichten und stattdessen Essen vorkochen.

Manchen hilft es auch, sich einen festen Budgetrahmen zu geben. Also etwa in einer Woche nur eine bestimmte Summe auszugeben. Wenn das Geld aufgebraucht ist, gibt’s eben erst wieder in der nächsten Woche etwas Neues.

Impulskäufe vermeiden

Vor allem unter Jüngeren, also den Millenials, ist es weit verbreitet, super spontan Geld auszugeben. Ältere Generationen sind besser im Planen und vorausschauend Bezahlen. Warum nicht mal wieder eine gute alte Einkaufsliste schreiben? Deine Großeltern haben das schließlich auch schon immer so gemacht. Wer ohne Liste einkaufen geht, kauft bekanntlich immer mehr als ein vernünftiger Listenschreiber. Außerdem: Lieber einmal die Woche einen größeren Einkauf machen, anstatt ständig kleine. Je häufiger du gehst, desto größer die Chance, auch mehr auszugeben. Und es gilt natürlich der Klassiker: Niemals hungrig einkaufen gehen!

Adam Riese Tipp

Sparen ist schön und gut! Aber schau Dir die einzelnen Positionen auch ab und an genauer an – vor allem bei den Fixkosten kannst Du Geld sparen, wenn Du vergleichst. So z.B. unterschiedliche Versicherungsanbieter. Schau doch mal bei Adam Riese vorbei: Bei uns zahlst Du nur, was Du wirklich brauchst – ganz im Sinne Deines Plans, in Zukunft vernünftiger zu haushalten.

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